Auch wenn man Roderich heißt und keine Freunde hat, kann das Leben lustig sein.

 

Kinderbuch | ab 10 Jahre

Rille aus dem Luftschacht

ca. 124 Seiten

Auch wenn man Roderich heißt und keine Freunde hat, kann das Leben lustig sein. Mit etwas Glück lernt man Rille kennen, die eines Abends plötzlich im Zimmer steht. Und einem das Herz öffnet. Trübsal blasen adé.

 

Das alte Haus in der Poststraße hat auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches.

Im vierten Stock wohnt Roderich (10) mit seinen Eltern. Als Roderich eines Tages Hausarrest verordnet bekommt, entdeckt er in den Luftschächten des Altbaus ein Geheimnis. Schiffe haben „blinde“ Passagiere, das Haus in der Poststraße verbirgt einen „blinden Mieter“. In seinen Luftschächten lebt Rille (11), ein ausgesprochen couragiertes Mädchen. Durch ihren besonderen Wohnort, die Belüftungsschächte, die durch das ganze Haus führen, weiß sie alles über die Bewohner im Haus.

Durch Zufall begegnen sich Roderich und Rille und langsam entwickelt sich eine dicke Freundschaft. Zusammen beleben sie den Alltag der Hausbewohner wie auch ihren eigenen, bis eines Tages Rilles Geheimnis ans Licht kommt.

 

Leseprobe

(…) Kaum hat er das Ballrätsel gelöst, da steht Roderich vor dem nächsten Problem. Und überhaupt, wie soll er dem Geist die Lampe übergeben? Durch den Schlitz in der Fahrstuhlwand geht sie ja schlecht. Er muss ihn in seiner Sprechstunde aufsuchen. Jedes Kleinkind weiß: Geister empfangen immer nur zwischen Mitternacht und 1 Uhr morgens. Sie haben Sprechstunde wie Ärzte, eben die Geisterstunde.

 

Er kramt seine Taschenlampe aus der Kiste unter seinem Bett hervor und leuchtet das Zimmer ab. Auf der Spielzeugkiste lässt er den Taschenlampenkegel verweilen. Dort schläft Klaus Teddy. Roderich hat beschlossen, dass man mitten in der Nacht auf dem Weg zu einem Geist einen Begleiter braucht.

„Klaus Teddy“, flüstert er durch den Raum, „du musst mit.“

Auf Socken schleicht er zur Wohnungstür, öffnet sie vorsichtig und drückt nach ein paar Schritten den Fahrstuhlknopf. Als sich die Metalltür öffnet, steht Roderich einem Mädchen mit langen dunkelblonden Haaren und einer Mütze auf dem Kopf gegenüber. Beide schreien vor Schreck gleichzeitig los.

Das Mädchen findet zuerst ihre Sprache wieder. „Was guckst du denn so blöd?“

Roderich kontert: „Ich guck nicht blöd, ich wundere mich nur, was du um diese Uhrzeit hier machst. In unserem Haus wohnst du auf jeden Fall nicht.“

Das Mädchen grinst ihn frech an. „Kriech einfach unter den Stein zurück, unter dem du hervorgekrochen bist.“

Während sich Roderich noch über diese komische Antwort wundert, entdeckt das Mädchen die Herzlampe hinter seinem Rücken.

„Gib die Lampe rüber. Wir haben eine Abmachung.“

Roderich braucht einen Augenblick, um zu begreifen, was das bedeutet. Dieses blöde, aber doch völlig normale Mädchen war der unheimliche Fahrstuhlgeist. Es hat ihn an der Nase herumgeführt. Wie peinlich, von einem Mädchen reingelegt zu werden!

 

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